Finanzaufsicht sieht Risikoeinstufung offener Immobilienfonds kritisch

Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden […]
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Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen Rücknahmestopp verhängten.

In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.

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